spacer
spacer search

Bildung schadet nicht
Kritische Bildung in Braunschweig und anderswo

Search
spacer
header
 
Bildung schadet nicht
wieso nicht?
Bildungswiki
Startseite
Links
News
Kontakt
Impressum
Themen
Hochschulpolitik
Bildungspolitik allg.
Sozialpolitik
Sonstiges
Links
Material
Nachrichtenarchiv
Archiv
Aktionstag
Proteste
Aktion UBERWACH!
Home arrow Proteste arrow Braunschweig allg. arrow Präsidiumsbüro in Braunschweig besetzt

Präsidiumsbüro in Braunschweig besetzt Drucken E-Mail
Geschrieben von Mirco   
Dienstag, 24 Mai 2005


besetzt.jpg

Heute, am 25.5.2005 haben Studierenden der TU Braunschweig das Präsidiumsgebäude ihrer Universität besetzt. Nordnetzweit wurde dies an anderen Hochschulen auch getan. Hier ist die gemeinsame Presseerklärung zu lesen und die vom AStA der TU Braunschweig gestellten Forderungen.

pb-besetzt1.jpg
Forderungen des AStA der TU Braunschweig

Wir fordern vom Präsidenten der TU Braunschweig:

 

-         sich gegen jegliche Form von Studiengebühren einzusetzen

-        eine 100%ige Übergangsquote von dem Bachelor- in den Masterstudiengang von der    
         Landesregierung zu fordern

-         von der Landesregierung zu fordern, dass der Bachelorabschluss nicht als erster
         berufsqualifizierender Abschluss deklariert wird

-         sich für eine wesentliche Verbesserung der Studiensituation der Studierenden in den   
          Bachelor-/ und Masterstudiengängen einzusetzen

-         sich gegen die Schließung oder Verschiebung von Studiengängen auszusprechen

-         von der Landesregierung zu fordern, nicht die Kürzungen im Rahmen des
          Hochschuloptimierungskonzeptes weiterzuführen, sondern mehr in den Bildungsbereich zu  
          investieren

-         sich für den erhalt der Verfassten Studierendenschaft und ihres allgemeinen politischen
           Mandats einzusetzen



Der Präsident hat den Forderungen fast gänzlich zugestimmt.
Die Punkte zu den Kürzungen und Studiengebühren ordnete er als unrealistisch ein. Er spricht deshalb davon, dass er sich dies wünscht, aber nicht fordern wird.
Die Studierenden wollen deshalb ihre Forderungen direkt an die Landesregierung stellen und diese auf der Norddemo am 2.6.2005 öffentlich präsentieren.

Forderungen_an_Pr__228_si.jpg

Gemeinsame Presseerklärung Nordnetz

Heute wurden in Braunschweig, Bremen, Göttingen, Hamburg, Hildesheim und Lüneburg die Rektorate und Präsidien der
dortigen Universitäten und Hochschulen blockiert bzw. besetzt.
Wir StudentInnen sahen uns zu dieser Maßnahme gezwungen, weil wir schon zu oft vertröstet, irregeführt und schlußendlich belogen wurden. Wir sind immer noch nicht damit einverstanden, daß die Universität ein Unternehmen wird, daß aus dem Bildungssektor ein freier Markt wird, daß die gesamte
Welt ausverkauft wird. Das alles passiert aktuell, allein um dem Kapital noch ein paar Profitpunkte mehr zu ermöglichen. Regt sich dagegen Widerstand, der über Plakate, Demos und lautes Brüllen hinausgeht, wird er gnadenlos mit Gewalt beantwortet: Wir solidarisieren uns mit den Hamburger,
Oldenburger und Stuttgarter Studierenden, die wegen ihres Protestes förmlich zusammengeknüppelt wurden.
Unsere Aktion soll zweierlei verdeutlichen. Erstens: Wir sind nicht nur ein paar versprengte ewig Meckernde, sondern viele Menschen, die sich für bessere Bildung und ein besseres Leben engagieren. Und zweitens: Wir kommen so oft wieder, machen unseren Standpunkt so oft klar, gehen PolitikerInnen und RektorInnen so lange auf den Nerv bis sich wirklich etwas verändert.
Gemeinsam mit allen von Bildungsabbau und Sozialkahlschlag Betroffenen
wollen wir gegen eine Politik kämpfen, die schon lange nicht mehr (oder gar noch nie?) für das Wohl aller Menschen gemacht wird, sondern ausschließlich
privatwirtschaftlichen Interessen dient.

Der Kampf geht weiter! Gemeinsam sind wir stark!

skeptische studierende.jpg

RESÜMEE

Die Besetzung des Präsidiums wurde von etwa 20 Studierenden durchgeführt  und verlief friedlich. Neben dem Präsidenten war zufällig die Vizepräsidentin anwesend. Beiden wurde vom AStA  Forderungen überreicht. Es kam zu einer längeren aber produktiven Diskussion. Neben der Zustimmung zum Großteil der Forderungen, wurde ein Termin abgesprochen, an dem neben dem Präsidium auch der AStA an einer Podiumsdiskussion teilnehmen soll. Es soll dabei um Informationen über die Bachelor- und Masterumstellung für alle Studierenden und Lehrenden der TU Braunschweig gehen. Außerdem soll es zu den Clustergesprächen Informationen direkt vor der morgigen Vollversammlung an den AStA gehen.
Für den Fachbreich 9(Geistes- und Erziehungswissenschaften) soll es nochmal eine Einzelbesprechung mit der Vizepräsidentin und des Dekanats mit dem AStA geben, da dieser wahrscheinlich am stärksten von Studiengangsverschiebungen bzw- -schließungen betroffen sein wird und auch hier die Bachelor-/Masterumstellung problematisch verläuft.
Die Studierenden und der AStA der TU Braunschweig waren mit den Vereinbarungen zufrieden, so dass die Besetzung aufgehoben wurde.
Der AStA erklärt sich solidarisch mit den anderen besetzenden Studierenden des Nordnetzes.

Antworten_des_Pr__228_sidenten.jpg

Unter  "Forderungen BS" gibt es zudem einen Entwurf für einen Forderungskatalog, der vom AStA der TU Braunschweig herausgebracht wurde.
Letztes Update ( Freitag, 25 November 2005 )
 
< zurück   weiter >
Interessantes

 
 
© 2012 Bildung schadet nicht
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.
spacer