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Bundesweiter Aktionstag gegen Studiengebühren Drucken E-Mail
Geschrieben von Johannes   
Donnerstag, 01 Juni 2006

Am 31.05.06 war ein bundesweiter Aktionstag gegen Studiengebühren geplant. Was alles passierte erfahrt ihr hier:

Kiel:

Seit 16 Tagen gibt es ein Protestcamp auf dem Campus. Am 31.05. wurden an Uni und FH erst Vollversammlungen abgehalten, dann gab es eine Demo mit ca 2800 Menschen zum Landtag.

www.unischlaefer.de/

 


Hamburg:

In Hamburg fand die erste Lesung des Gesetzes zur Einführung von Studiengbühren statt. Aus diesem Anlass gab es eine Demo durch die Innenstadt. Es beteiligten sich trotz schlechtem Wetter (Regen) ca. 800 Menschen an der Demo. Begleitet wurde die Demo von mehreren hundert Polizisten mit Wasserwerfern, Überwachungskameras etc. Die Demo verlief vollständig friedlich.

Nach der Demo zogen einige Demonstranten noch spontan durch den Hauptbahnhof, wo sie nach kurzer Zeit von der Polizei eingekesselt wurden. Daraufhin wurde der Hauptbahnhof teilweise geräumt und gesperrt, der Zugverkehr nach Hamburg musste teilweise in Altona enden, bzw. hatte erhebliche Verspätung. Die Demonstranten wurden einzeln festgenommen und in Bussen in die eigens für die WM neu eingerichteten Zellen gebracht. Sympathisantinnen verteilten Flyer an die Passaten und kamen auch mit einigen in's Gespräch. Es wurden wohl über 100 Personen festgenommen, mehr als im Kessel waren.

www.nordstreik.de.vu, Indymedia


Berlin:

Als Zeichen der Solidarität besetzten ca. 30 Studierende in Berlin Räume der Landesvertretung der Hansestadt Hamburg. Nach kurzer Zeit wurden sie von der Polizei geräumt. Die Landesvertretung will Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstatten.

Indymedia 1, Indymedia 2


Bonn:

In Bonn besetzten Studierenden das Rektorat – es wurde nach kurzer Zeit von der Polizei geräumt. Die nach der Räumungsdrohung noch verbliebenen Besetzer wurden festgenommen. Am Nachmittag fand noch eine Demo gegen Studiengebühren statt. Bei schlechtem Wetter kamen ca. 800 – 1000 Teilnehmer zusammen. Während der Demo wurden einige Straßen für längere Zeit durch Sitzblockaden besetzt.


Gießen:

In Gießen gab es eine Demo mit ca. 6000 Menschen. Am Rande der Demo wurden vielfach Straßen blockiert, als die Demo zum Bahnhof kam, wurde der Zugverkehr eingestellt. Aus ganz Hessen waren Studierende zu der Demo angereist. Die Demo ging bis 21:00.

Indymedia


Wuppertal:

In Wuppertal sollte der Senat der Universität am 31.05. Studiengebühren beschließen. Aufgrund regen Besuchs seitens der Studierenden kam die Senatssitzung nicht zu Stande. Anschließend fand eine Spontandemonstration durch die Innenstadt statt. Während der Demo wurden mehrere Kreuzungen blockiert.


München:

In München fand das „Rock gegen Studiengebühren“ Festival statt. Leider sind noch keine genaueren Infos über Teilnehmerzahl etc. nach Braunschweig.


Auch in anderen Städten fanden Aktionen statt.

Insgesamt scheinen die Proteste in diesem Sommer wesentlich entschlossener zu werden als im letzten Sommer. Blockaden von Straßen, Bahnhöfen etc. können auch mit wenig Menschen eine sehr große Wirkung. Der massenhafte Besuch von Senatssitzungen scheint zumindest in NRW eine wirkungsvolle Methode zu sein, die Einführung von Studiengebühren erst einmal zu verhindern. Also überlegt euch, was ihr tun möchtet, zugucken oder Verantwortung für eure Zukunft übernehmen. Die Proteste in Frankreich haben Gezeigt: Gesetze kann man auch abschaffen. Unterstützung für Aktionen (Material, Infos, Tipps) könnt ihr beispielsweise im AStA bekommen.



Letztes Update ( Freitag, 04 Mai 2007 )
 
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